Jesus gegen Satan – Aus der Krippe leben | World Challenge

Jesus gegen Satan – Aus der Krippe leben

Gary WilkersonDecember 5, 2011

Jedes Jahr in der so geschäftigten Adventszeit erinnern Christen sich an die wahre Bedeutung von Weihnachten: Jesus kam auf die Welt. Unsere Herzen erfüllt Dankbarkeit, dass Gott, der Vater, uns einen Heiland sandte, um uns zu erlösen. Und die Feier der Geburt Christi ist eine sehr schöne und segensreiche Zeit voller Freude. Wir freuen uns, die bunten Geschenke unter dem Baum in unserem Wohnzimmer zu sehen. Es berührt uns, Weihnachtslieder und Hymnen zu singen, um Gott für seinen reichen Segen zu danken. Und manch einer mag die „Charlie Brown Weihnacht“ mit Linus, der am Ende aus Lukas 2 zitiert.

Doch trotz dieser schönen Seiten hat Weihnachten in Wirklichkeit mit einem Krieg zu tun. Und in der Geschichte von der Geburt Jesu in den Evangelien geht es um einen Schlüsselkampf in diesem Krieg. Ob wir es uns eingestehen oder nicht: die Bibel ist die Geschichte eines Konflikts, die sich durch das ganze Buch zieht. Sie schildert die Geschichte des göttlichen Erlösungsplans für die Menschheit. Wir neigen dazu, die Weihnachtsgeschichte vom Rest der Bibel abzukoppeln, besonders in der Adventsund Weihnachtszeit, aber in Wirklichkeit steht die Geburt Jesu im Brennpunkt dieses langen Konflikts.

Weihnachten ist im Grunde eine „D-Day“ Invasion gegen die verschanzten Mächte der Hölle. Mit der Geburt Christi errichtete Gott einen Brückenkopf, um einen neuen Weg freizukämpfen. Die meisten von uns haben Kriegsfilme mit heftig tobenden Schlachten gesehen. Diese Schlachten verblassen geradezu vor dem Konflikt, der in der geistlichen Sphäre tobt. Dasselbe gilt für die menschlichen Feinde, die auf Kinoleinwänden dargestellt werden. Sie sind harmlos im Vergleich zu dem Feind, der mit tödlicher Wut auf Sie losgeht – auf Ihr Denken, Ihren Körper, Ihre Familie und andere Menschen, die Ihnen nahestehen.

Bitte missverstehen Sie mich nicht. Wir sollen von ganzem Herzen dankbar sein für den vielfältigen Segen, den wir an Weihnachten genießen. Und wir wissen, dass alle guten Dinge vom Vater des Lichts kommen. Aber wir sollen uns auch erinnern, warum Jesus kam: weil wir uns in einem Krieg befinden. Wir stehen im Krieg mit den Mächten der Finsternis, mit dämonischen Geistern, mit dem Teufel selbst. Und das ist letztlich der Grund, weshalb wir das Kommen Christi feiern. Mit Jesus zieht unser endgültiger Sieg in den Krieg ein.

Viele Christen möchten diesen Krieg in ihrem Leben nicht wahrhaben. Die meiste Zeit ignorieren sie ihn einfach. Doch selbst wenn wir nicht aktiv gegen unseren Feind kämpfen, führt er doch Krieg gegen uns. C.S. Lewis schrieb: „Die größte Lüge Satans ist sein Versuch, uns glauben zu lassen, dass er nicht existiert.“

Es ist eine biblische Tatsache, dass der Feind unserer Seelen nicht aufhört, Gottes Volk anzugreifen. Wenn wir uns also in der Weihnachtszeit nur auf den Segen konzentrieren – selbst wenn es um gute Dinge des Gebens und Nehmens geht –, dann entgeht uns die mächtigere Auswirkung des Opfers, das Jesus um unsertwillen gebracht hat. Und wir versäumen den tieferen, endgültigen Segen, der uns durch das zukommt, was Weihnachten offenbart.

Der Krieg zwischen Jesus und Satan begann vor langer Zeit

Dieser Krieg zwischen Himmel und Hölle tobt schon seit Jahrtausenden. Das Buch Hiob deutet auf seine Anfänge, wenn es von Engeln spricht, die lange vor der Erschaffung der Erde gebildet wurden. „Wo warst du, als ich die Grundfesten der Erde legte?…als die Morgensterne mit- einander sangen und alle Engel vor Freude jubelten?“ (Hiob 38,4.7)

Satan war einer dieser himmlischen Engel. Damals hieß er noch Luzifer, und der Prophet Hesekiel spricht von seinem tiefen Fall aus dem Himmel: „Du warst ein glänzender Engelwächter…Deine Schönheit hat dein Herz zum Hochmut verführt. Du hast deine Weisheit verdorben, weil dir dein Glanz so wichtig war. Deshalb habe ich dich auf die Erde geworfen und dich vor Königen erniedrigt, damit sie sich über deinen Anblick freuen können“ (Hesekiel 28,14.17).

Zu Anfang hatte Luzifer eine Stellung hoher Autorität. Hesekiel beschreibt ihn als einen „Wächter“ oder „Kerub“ – was bedeutet, dass er große Macht besaß und vieles unter seiner Aufsicht stand. Diese Art von Engeln sehen wir über der Bundeslade als für Wächter für den darunterliegenden Sühnedeckel. Aber Luzifer gab sich nicht damit zufrieden, über die vielen ihm anvertrauten Dinge zu wachen – er wollte die Autorität über alles.

Kurz, er hielt sich für einen Rivalen Gottes. Sein Stolz und seine Selbstüberschätzung verleiteten ihn, noch mehr Macht für sich zu begehren. Schließlich entfesselte er einen Krieg gegen Gott und über- redete ein Drittel aller Engel, mit ihm zu den Waffen zu greifen.

Natürlich konnte Luzifers Rebellion zu nichts führen. Keine Macht der Erde könnte einen solchen Anschlag gegen den Allmächtigen zum Ziel bringen. In diesem Konflikt im Himmel warf Gott Luzifer – jetzt Satan genannt – aus dem Himmel und stürzte ihn in das, was die Bibel „den Abgrund“ nennt.

Nach der Erschaffung der Erde blieb Satan ein gewisses Maß an Macht in einem irdischen Bereich. Der erste Hinweis auf sein Erscheinen auf der Erde bezieht sich auf den Garten Eden, wo er Adam und Eva versuchte. Kurz, Satan setzte seinen Krieg gegen Gott fort, indem er die Krone seiner Schöpfung angriff, den Menschen.

Das Neue Testament gibt uns weitere Einblicke über Satan, indem es uns warnt, uns weise vor seinen Angriffen zu hüten. Jesus bezeichnete Satan als „Herrscher dieser Welt“ (Johannes 12,31) und machte damit klar, dass der Teufel eine gewisse Autorität über den irdischen Bereich einnimmt. In ähnlichem Sinn nannte Paulus Satan den „Gott dieser Welt“ (2. Korinther 4,4). Und er kennzeichnete Satan als den „Fürsten der Lüfte, des Geistes, der jetzt noch wirksam ist in den Söhnen und Töchtern des Ungehorsams“ (Epheser 2,2; Zürcher).

In Offenbarung 9,11 nennt Johannes Satan „den Engel des Abgrunds“. Diese Bezeichnung finde ich treffend, weil sie die Zukunft Satans beschreibt. Eines Tages wird unser Feind für immer in einen bodenlosen Abgrund verbannt werden. Doch bis dahin, so warnt uns Petrus, bleibt Satan unser „Feind“ und streift „wie ein brüllender Löwe…umher und sucht nach einem Opfer, das er verschlingen kann“ (1. Petrus 5,8).

Das griechische Wort für „Feind“ beschreibt einen Widersacher, der gegen jemanden streitet. Was an uns ist es eigentlich, das der Teufel angreift? Er möchte das Gute verhindern, das Gott für uns vorgesehen hat. Wenn Sie Christ sind, dann ist Gott in Ihrem Leben am Werk. Er formt und gestaltet Ihr Herz, Ihren Sinn und Ihre Lebensumstände so, wie es seinen Plänen und Absichten entspricht. Kurz, Gott hat etwas Gutes für Sie im Sinn und nach seinem Wort kann keine Waffe, die gegen Sie geschmiedet wird, etwas ausrichten.

Es ist dieses Gute, diese himmlische Absicht, gegen die Satan vorgeht. Und so tut er alles, was er nur kann, um es abzuwenden, und benutzt dazu sämtliche Mittel, die ihm zur Verfügung stehen: „rauben, morden und zerstören“ (Johannes 10,10).

Jesus zeigt uns in dem Gleichnis vom Sämann, wie Satan sein feindseliges Werk treibt. In Matthäus 13,39 beschreibt Jesus ihn als den „Feind, der…ausgesät hat“. In diesem Gleichnis ist Gott der Bauer, der eine gute Saat in unsere Herzen und in unser Leben sät. Dann aber kommt Satan und streut schlechten Samen dazwischen, sodass Unkraut aufschießt und das Leben zu ersticken droht, das Gott gepflanzt hat.

Christus benutzt sogar eine noch stärkere Beschreibung, um uns vor dem Machenschaften Satans gegen uns zu warnen. Er nennt den Teufel einen Mörder und Lügner zugleich: „Er war von Anbeginn an ein Mörder und hat die Wahrheit immer gehasst. In ihm ist keine Wahrheit. Wenn er lügt, entspricht das seinem Wesen, denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge“ (Johannes 8,44).

Ich wohne in Colorado Springs, einer Stadt, die kürzlich in einer Zeitschrift als „die religiöseste Stadt in Amerika“ bezeichnet wurde. Es ist keine besonders große Stadt, doch nach Angaben des Department of Human Services leben 60.000 Menschen dort in Armut. Ich glaube, dass Satan an diesem Problem seine Freude hat und tut, was er nur kann, um es noch zu verschlimmern. Unsere Gemeinde engagiert sich zum Beispiel für alleinerziehende Mütter. Es ist tragisch, dass diese Frauen im Stich gelassen wurden, aber ich glaube nicht, dass dies nur an einem schlechten Verhalten von Männern liegt. Das Ganze wird von Satan angestachelt, der kommt, um Beziehungen zu rauben, die Hoffnung von Kindern zu ersticken und Familien auf Dauer zu zerstören.

Im Kongo, wo blutige Unruhen tausende Menschenleben fordern, ist das mörderische Treiben Satans leicht zu erkennen. In Haiti ist deutlich zu sehen, wie der Fürst der bö- sen Mächte der Luft sein Unwesen treibt und aus der Verwüstung nach dem Erdbeben sein Kapital schlägt (grausam verstärkt durch einen anschließenden Hurrikan, gefolgt von Überflutungen, einer Cholera-Epidemie und schließlich einer umstrittenen Wahl, die Aufstände auslöste). Satan heizt das Chaos an, um noch mehr Zerstörung und Verzweiflung zu bringen.

Was man vielleicht nicht so leicht erkennt ist, dass Satan auch in Ihrem Bereich am Werk ist – besonders, wenn Sie es mit Jesus ernst meinen. Der Teufel hört nie auf, tückische Anschläge gegen Sie zu führen. Selbst während Sie diese Zeilen lesen, schmiedet er ein Komplott gegen alles Leben, was durch die biblische Wahrheit in Ihr Herz gesprochen wird.

Die Bibel zeigt immer wieder, wie Satan gegen die treuen Kinder Gottes vorgeht

Am Beginn des Buchs Hiob sehen wir Satan vor dem Thron Gottes, wo er Hiob anklagt, einen gerechten Diener des Herrn. In dieser Szene wird der Teufel vorausschauend als „der Ankläger unserer Brüder“ geschildert – wie Johannes ihn in Offenbarung 12,10 nennt – „der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte…“

Schon im dritten Kapitel der Genesis finden wir in der Bibel Worte der Kriegsführung. Nach dem Sündenfall sagte Gott zum Teufel: „Von nun an setze ich Feindschaft zwischen dir und der Frau und deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen. Er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in seine Ferse beißen“ (1. Mose 3,15). Die „Frau“ steht hier für die Gemeinde Jesu Christi. Seither tobt Satans Widerstand gegen das Volk Gottes unaufhörlich.

Aber wer ist mit dem „Nachkommen“ in diesem Vers gemeint? Paulus erklärt: „Nun hat Gott sein Versprechen Abraham und seinem Nachkommen gegeben. Beachtet, dass hier nicht steht, dass die Zusage seinen Kindern galt, als wären viele Nachkommen damit gemeint. Sie galt dem einen Nachkommen – und dieser ist Christus“ (Galater 3,16). Was für eine großartige Nachricht: Der Kampf wird nicht länger zwischen Satan und der Gemeinde geführt – er wird zwischen Satan und Christus ausgefochten!

An jenem ersten Weihnachten änderte sich der Kampf. Jahrtausende hindurch hatte Satan sein gesamtes Kriegsarsenal gegen die Hebräer ins Feld geführt und sie oft niedergeschlagen. Dann, vor 2 000 Jahren trat Jesus auf das Schlachtfeld. In diesem Augenblick der Geschichte wurde Christus zum alles entscheidenden Dreh- und Angel- punkt Gottes in diesem Krieg. Jahrtausendelang hatte Satan eine Schlacht nach der anderen gewonnen. Dies galt besonders für die 400 Jahre vor der Geburt Jesu. Israel durchlebte eine düstere Periode des Schweigens, in der das Volk nichts vom Herrn hörte.

Elia hatte über diese trostlose Zeit prophezeit und gesagt, dass das Volk in „großer Finsternis“ leben würde. Weil es kein Wort vom Herrn gab, blieb dem Menschen nichts Besseres übrig, als ein strenges religiöses System zu errichten. Es überrascht nicht, dass die Sünde in Gottes Volk zu herrschen begann, denn sie konnten die vielen Gesetze nicht halten, die ihnen von Menschen auferlegt worden waren.

In dieser Periode war Satan bestimmt überzeugt, den Krieg gewonnen zu haben: „Im Himmel konnte ich mich nicht durchsetzen, aber auf der Erde habe ich gewonnen. Man braucht sich nur anzuschauen, wie die Menschen einander hassen. So geht das nun schon seit 400 Jahren fast ununterbrochen. Ich habe gesiegt – meine Herrschaft steht fest!“

Doch dann geschah etwas. Ein Rauschen (engl. „chatter“) machte sich in der Atmosphäre bemerkbar und zeigte etwas am Horizont an. Ich benutze den Begriff „chatter“, wie ihn der amerikanische Sicherheitsdienst verwendet. Von Zeit zu Zeit fangen die U.S. Streitkräfte Signale terroristischer Gruppen ab, die anzeigen, dass Pläne geschmiedet werden. Solche Signale werden als „chatter“ bezeichnet.

Genau so ein Rauschen hörten die dämonischen Horden gegen Ende der 400-jährigen Periode. Ein heiliges Raunen begann und zeigte ihnen, dass etwas im Gange war. Bald darauf erstatteten die Fürsten des Teufels ihm Bericht: „Einige Leute zitieren die alten Propheten. Andere rufen aus: ‚Bereitet den Weg des Herrn.‘ Wir haben gehört, dass ein Kind kommen soll, das als die Stimme des EINEN sprechen wird.“

Micha war eine dieser prophetischen Stimmen, die zitiert wurden. Er hatte gesagt: „Darum wird er sie dahingeben bis zur Zeit, da eine Gebärende geboren hat“ (Micha 5,2). Der Ausdruck „dahingeben“ bedeutet hier, dass die Welt der Herrschaft Satans unterworfen war. Doch der Ausdruck „eine Gebärende“ kündete einen Durchbruch in der langen Schlacht an. Die „Geburt“ würde der Brückenkopf sein, der Ausgangspunkt in Gottes Kampf gegen den Feind.

Die Nachricht versetzte die gesamte Hölle in Aufruhr. Satan versammelte alle seine Truppen und dachte: „Das wird dieser ‚Nachkomme‘ sein, der in Genesis 3,15 erwähnt wurde. Ich weiß, wozu er gekommen ist, und das werde ich nicht zulassen.“ Und so stachelte er den bösen Herodes an, jedes Baby in der Region zu töten, um sicherzustellen, dass das Christuskind vernichtet wurde. (Dieses mörderische Vorgehen Satans sehen wir überall in der Geschichte. In einer Generation nach der anderen hetzte er Tyrannen oder andere gottlose Menschen auf, unschuldige Kinder zu erschlagen.)

Aber Gott, der Vater, sorgte für die Bewahrung seines geliebten Sohnes – und der Rest ist Geschichte. Das Leben, der Tod und die Auferstehung Jesu sollten unser Sieg werden. Die ganze Kraft des Evangeliums, die kommen sollte – alle übernatürlichen Siege, die im Lauf der Jahrhunderte in dem Namen Jesu gegeben wurden – lagen dort in der einfachen Futterkrippe, in der Gestalt eines kleinen Babys.

Wo ist der Sieg von Weihnachten in Ihrem heutigen Leben?

Es ist von entscheidender Bedeu- tung, dass wir das Wirken Satans in der Welt klar erkennen, auch in unserem eigenen Einflussbereich. Wenn wir seine Anwesenheit und sein Treiben nicht unterscheiden, sind wir verloren. Schon hat, wie Paulus sagt, „der Gott dieser Welt“ die Herzen und Sinne vieler Menschen verblendet. „Wenn die gute Botschaft, die wir verkünden, für jemanden wie hinter einem Schleier erscheint, zeigt das nur, dass er verloren ist. Der Satan, der Gott dieser Welt, hat die Gedanken der Ungläubigen so verblendet, dass sie das herrliche Licht der Botschaft nicht wahrnehmen können. Damit bleibt ihnen unsere Botschaft über die Herrlichkeit von Christus, der das Ebenbild Gottes ist, unverständlich“ (2. Korinther 4,3-4).

Ich kenne christliche Ehemänner heute, die so verblendet sind, dass es sie nicht länger kümmert, ob ihre belastete Ehe bestehen bleiben wird. Sie bleiben ungerührt, während ihre Frauen sich nachts in den Schlaf weinen. Diese Männer sagen, das Beste, worauf sie hoffen könnten, sei: „Ich werde versuchen, mich zu bessern.“ Nein! Besser zu werden ist nicht das Problem. Was getan werden muss ist, das Werk Satans aus Ihrer Ehe zu werfen! Ja, wir alle haben Probleme, die durch unsere eigene sündige Natur hervorgerufen werden. Aber wir müssen wissen, dass eine stärkere Macht gegen uns vorgeht – und wir sind Zielscheiben ihrer zerstörerischen Kraft.

Als Christen neigen wir dazu, unsere Schwierigkeiten in zwei Kategorien einzuteilen

Die meisten Christen führen ihre Nöte, Leiden und Schwierigkeiten auf eine von zwei Ursachen zurück: 1) Wir verursachen sie durch unsere eigene Sünde und unser Versagen oder 2) sie werden von Gott herbeigeführt, um eine bestimmte Absicht in unserem Leben zu erfüllen. Es ist wahr, dass Gott die Tür öffnet, bestimmte Anfechtungen zuzulassen, um unseren Glauben zu läutern. Wahr ist aber auch, dass viele von uns nie an eine dritte Kategorie denken: dass Satan unaufhörlich gegen uns arbeitet, dass er immer noch Macht und Autorität in einem irdischen Bereich hat und dass er darauf zielt, Gottes gute Absichten im Leben von Gläubigen zu verhindern, wo er nur kann.

Nehmen wir das Gleichnis vom Sämann in Markus 4. Nach diesem Gleichnis kann die gute Saat Gottes durch verschiedene Dinge erstickt werden. Erstens gibt es da die Sorgen des Leben, einschließlich Stolz, Ehrgeiz und die Liebe zu dieser Welt. Dann gibt es Verfolgung, die das Leben durch Angst, Zweifel und Entmutigung erstickt. Jesus sagt uns, dass es auch eine dritte Kategorie gibt: Wir haben einen Feind, der kommt, um die gute Saat herauszureißen. Christus sagt uns genau, wer dieser Feind ist: „Sofort kommt der Satan“ (Markus 4,15; Einheits übersetzung). Der Teufel kommt in unser Leben, weil er versucht, zu töten, zu zerstören und zu rauben – uns von Gottes guten Absichten abzubringen.

Als Pastor sehe ich manchmal, wie Menschen Satan mehr Autorität geben oder ihm mehr zuschreiben, als er tatsächlich besitzt. Diese Leute entwickeln eine Theologie, nach der alles satanisch oder dämonisch ist. Manche Menschen verbringen Stunden damit, Geister zu unterscheiden, und versuchen sogar die Namen der Geister in Erfahrung zu bringen, um sie auszutreiben. Aber Jesu Vorgehensweise bestand darin, einfach zu sagen: „Weg mit dir!“

Andere Christen dagegen vertreten die entgegengesetzte Auffassung. Sie ignorieren die Tatsache, dass Satan aktiv gegen alle vorgeht, die Jesus nachfolgen. Es ist Zeit, dass Gottes Gemeinde Stellung bezieht und in der Autorität Christi sagt: „Schluss damit, Satan. Du wirst das Gute, das Gott für mich hat, nicht aus meinem Leben rauben. Weg mit dir!“ Es gibt so viele christliche Männer, die aufstehen und sagen müssen: „Nein, Teufel, du bekommst meine Ehe nicht. Du wirst meinen Kindern nicht die Hoffnung rauben. Verschwinde aus meiner Familie!“

Ja, wir befinden uns in einem Krieg – aber Satan wurde in unserem Leben schon besiegt. Ein kleines Baby hat ihm die Macht über jeden Sohn und jede Tochter Gottes genommen. Unser Widersacher geht seiner ewigen Zukunft in jenem bodenlosen Abgrund entgegen. Dieses Wissen sollten jede und jeden von uns stärken, ermutigen und befähigen.

Wir wollen, während wir Weihnachten feiern, Gott für alle seine Segnung danken, auch für seinen D-Day-Plan. Unser Feind ist am Werk, weil er weiß, dass seine Zeit begrenzt ist – doch unser Gott hat den Krieg gewonnen!

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