Was ist denn mit der Bußpredigt geschehen? | World Challenge

Was ist denn mit der Bußpredigt geschehen?

David WilkersonJanuary 15, 2007

In New York City können Sie Kirche um Kirche besuchen, von stattlichen Kathedralen bis zu kleinen Gemeinden, und Sie werden selten ein Wort über Buße gepredigt hören. Dasselbe gilt für viele evangelikale Kirchen in ganz Amerika und weltweit. Sie können monatelang Versammlung auf Versammlung besuchen, und niemals irgendeine Erwähnung der Buße hören.

Natürlich gibt es heute Kirchen, die bei dieser wichtigen biblischen Lehre keine Kompromisse machen. Aber eine riesige Zahl von Gemeinden hat entschieden, dass Buße eine zu abstoßende Botschaft ist. Tatsächlich haben ganze Denominationen sie „ent-betont“.

In solchen Gemeinden hört man alles über Gottes Liebe, seine Segnungen, seine Prinzipien, mit dem Leben zurechtzukommen, aber nicht ein Wort über gottgefälligen Kummer wegen Sünde. Sie können Botschaften hören, wie man andere liebt und ein guter, freundlicher Mensch ist. Das alles ist in der Tat biblisch. Aber Sie werden dort keine Bußbotschaft wie die, die Petrus zu Pfingsten predigte, hören. Seine Predigt führte Tausende zur Freiheit in Christus.

Viele Pastoren heute wären entsetzt über das, was Petrus an jenem Tag predigte. Apostelgeschichte 2 gibt uns den Kontext für die kraftvolle Predigt des Apostels: „Als sie aber <das> hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Brüder?“ (Apostelgeschichte 2,37).

Wie dieser Vers zeigt, muss eine Kenntnis über Sünde da sein, bevor es zu echter Buße kommen kann. Das ist die Absicht des Gesetzes, ein Gespür für Sünde zu wecken. Und die Herzen dieser Menschen in Jerusalem wurden bewegt, als sie Gottes Wort hörten und ihre Sünde erkannten.

Petrus beantwortete ihre verzweifelten Schreie, indem er sie anwies: „Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen“ (2,38; Kursiv von mir). Was bedeutet es, Buße zu tun?

Buße zu tun heißt, solche Reue zu empfinden, dass man seinen Lebensstil ändert. Einfach ausgedrückt: Buße ist, sich von der eigenen Sünde abzuwenden und in die entgegengesetzte Richtung zu gehen.

Buße ist kein Verdienst. Nur das Opfer des Blutes Christi kann vergeben. Aber Buße ist der einzige Weg, wahre Heilung und Freude zu erfahren. Es gibt keinen anderen Weg, in den Frieden und die Ruhe Christi einzutreten, als durch die Türen der Buße. Paulus schrieb an die Korinther über die Frucht, die aus Buße resultiert:

„Betrübnis nach Gottes <Sinn> bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum Heil; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod. Denn siehe, ebendies, dass ihr nach Gottes <Sinn> betrübt worden seid, wie viel Bemühen hat es <bei> euch bewirkt! Sogar Verteidigung, sogar Unwillen, sogar Furcht“ (2. Korinther 7,10-11).

Lassen Sie mich Ihnen den Hintergrund des Briefs von Paulus an die Korinther zeigen. Er hatte die Sünde des Inzests in ihrer Versammlung aufgedeckt, aber niemand befasste sich damit. Und weil über diese furchtbare Sünde hinweggesehen wurde, gab es keine Reue unter den Menschen.

Also schrieb Paulus eine umso strengere Botschaft. Jetzt, als die Menschen dasaßen und den Brief hörten, der in der Versammlung laut vorgelesen wurde, stach es ihnen ins Herz. Und sie taten Buße, voller göttlichem Kummer, dass sie der sich ausbreitenden Sünde nicht entgegengetreten waren. Diese Buße brachte große Freude.

Nun ermutigte Paulus sie, indem er sagte: „Seht ihr, was gottgefälliger Kummer für euch getan hat? Er hat in euch Sorgfältigkeit bewirkt. Er brachte eine Entrüstung über eure eigene Sünde.“ Buße ist der einzige Weg, durch den Heilung und Stärke für diejenigen kommen kann, die in Sünde verstrickt sind.

Buße und das Vertrauen auf das erlösende Blut Christi führen zur völligen Vergebung der Sünde, und das bedeutet Begnadigung, Vergebung und Freiheit von der Macht der Sünde. Nach Paulus kann es ohne Buße keine Bekehrung, keine Freiheit, kein Wiedergeburt-Wunder geben: „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn und er den euch vorausbestimmten Jesus Christus sende!“ (Apostelgeschichte 3,19-20).

Deshalb predigte Paulus den Athenern: „Gott … gebietet … jetzt den Menschen, dass sie alle überall Buße tun sollen“ (17,30). Und Jesus sagt uns, dass er genau zu diesem Zweck gekommen ist: „um … Sünder zur Buße zu rufen“ (Markus 2,17; a. d. englischen King James Version). Vielleicht am klarsten von allen erklärt Lukas: „So musste der Christus leiden und am dritten Tag auferstehen aus den Toten und in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden gepredigt werden allen Nationen, anfangend von Jerusalem“ (Lukas 24,46-47).

In den frühen Tagen der Times Square Church wies der Heilige Geist unser pastorales Team an, Buße zu predigen. Er entzündete unsere Herzen mit der Wahrheit, dass da, wo die Sünde reichlich vorhanden ist, Gottes Gnade noch viel reichlicher vorhanden ist.

Wir sollten unsere Gemeinde im Herzen des Broadway pflanzen, in der Nähe der 42. Straße mit ihren Strip-Clubs, XXX-Theatern, Porno-Shops, Drogenhändlern, Prostituierten und militanten Homosexuellen. Also begannen wir, im Nederlander-Theater an der 41. Straße Gottesdienste abzuhalten. Damals hieß dieser Block „Junkie Alley“, weil Abhängige direkt vor dem Theater schnupften oder sich einen Schuss gaben. Es war ein Bild der Hölle auf Erden.

Der Heilige Geist ermahnte uns, dass wir, weil wir in Satans Territorium eintraten, gegen die Herrschaft der Sünde Stellung beziehen mussten. Kurz, wir waren dabei, ein Kriegsgebiet zu betreten, um diejenigen zurückzufordern, die vom Teufel gefangen genommen worden waren. Also mussten wir darauf vorbereitet sein, dass seine Mächte mit allen Waffen der Hölle über uns und die Menschen, die wir suchten, kommen würden.

Wir wussten im Voraus, dass wir nicht in der Lage sein würden, diese Gefangenen zurückzugewinnen, wenn wir es ihnen in ihrer Sünde behaglich machten. Um ihnen die Realität der Barmherzigkeit Christi zu bringen, mussten wir ihre Sünde konfrontieren, so dass sie überführt würden und bereit, ihre Sünde aufzugeben. Es war der einzige Weg, auf einem so äußerst großen geistlichen Schlachtfeld Krieg zu führen.

Und so predigten wir Buße. Wir sagten jedem, der durch unsere Türen kam, dass niemand Jesus als Herrn anrufen konnte, wenn sich sein Leben nicht geändert hatte. Diese Botschaft wurde allen gepredigt, die in unseren Gottesdiensten saßen, ungeachtet ihres sozialen Status: Broadway-Schauspieler und Drogenschieber, Wall-Street-Angestellte und Transvestiten. Niemand konnte sagen, dass er Jesus liebte, wenn sein Leben nicht die Früchte der Buße aufwies.

Nachdem wir die Sünde durch Bußpredigt konfrontiert hatten, brach unfassbare Freude aus. Menschen wurden von ihrer Sünde befreit und gaben alte Gewohnheiten und einen sinnlichen Lebensstil auf. Männer und Frauen, von den Führungsetagen bis zur Junkie Alley, wurden völlig verwandelt durch das reinigende Blut Christi und die Kraft seines Geistes, jede Fessel zu zerreißen.

Zwanzig Jahre später setzt sich dieselbe Freude in der Times Square Church fort. Und wir bringen noch immer die Botschaft, die die erste Gemeinde an Pfingsten in Jerusalem predigte: Buße und Vergebung der Sünde.

Menschenmengen strömen heute in solche Versammlungen, wo ein Wohlfühl-Pastor ihnen erzählt: „Alles, was ihr tun müsst, ist glauben, dann werdet ihr wiedergeboren werden.“ Diese Lehre ist auf einen Abschnitt in Apostelgeschichte 16 aufgebaut, wo ein unerretteter Gefängniswärter die Apostel fragt, was er tun muss, um errettet zu werden. Paulus’ Antwort war: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden, du und dein Haus“ (Apostelgeschichte 16,31).

Geistliche, die diese Lehre betonen, vergessen, dass, als der Gefängniswärter so von seiner Sünde überführt war, er „zitternd kam und niederfiel“ (16,29; a. d. englischen King James Version). Dieser Mann war so aufgelöst, dass er sogar an Selbstmord dachte. Er hatte ein Gespür für seine eigene Sünde, und seine Ehrfurcht vor Gott führte ihn zur Buße.

Die Wahrheit ist, dass menschliches Mitgefühl allein keine Menschenseele bekehren kann. Es erreicht nur das Fleisch, ist unfähig, die Tiefen der Seele zu berühren. Das ist eine wichtige Tatsache, die wir in jenen frühen Tagen der Times Square Church lernten. Und es ist eine Wahrheit, die im eigentlichen Kern des Evangeliums liegt. Sie sagt, dass biblischer Tadel wegen Sünde – eine Botschaft, die den Sünder darauf hinweist, zum Kreuz zu laufen, oder zugrunde zu gehen – die größte Liebesbotschaft ist, die einem Menschen gebracht werden kann.

Heute steht unter unserem Gemeindenamen auf dem Theater-Vordach: „Die Gemeinde, die von der Liebe gebaut wird“. Für uns ist das keine rührselige, sentimentale, schmalzige Idee. Vielmehr ist es eine Botschaft, die klar erklärt: „Wir sind hier, um für dich gegen die ganze Hölle zu kämpfen. Wir werden dir die ungeschminkte Wahrheit sagen, wenn du ein neues Leben willst.“

Der Pastor einer Mega-Gemeinde kam unter Überführung wegen seiner leichten, seichten Botschaften. Wochenlang quälte er sich und dachte: „Ich bin kein wahrer Hirte. Ich gebe den Menschen nicht, was sie brauchen, um in Christus zu wachsen und reif zu werden.“

Also änderte er sein Predigen, um Buße mit einzuschließen. Damals ging die Zahl der Gemeindemitglieder in die Tausende. Dann, nachdem er angefangen hatte, Buße zu predigen, landete seine Gemeinde bei weniger als zweihundert Personen. Aber er ist erfüllt und gesegnet, weil er jetzt sieht, wie seine Leute in Christus wachsen.

Ich muss mich fragen: Ist es deshalb, warum so viele Pastoren nie Buße predigen? Haben sie Angst, Menschen zu verlieren? Befürchten sie, nicht in der Lage zu sein, ihre Hypotheken abzuzahlen? Berücksichtigen sie, dass sie Menschen brauchen, die mehr für die wachsenden Ausgaben der Gemeinde geben? Ich bin überzeugt, dass diese Dinge zusammenwirken, um gute Männer dazu zu bringen, eine weiche Botschaft zu predigen.

Manchmal habe ich mir überlegt, wie es für die Menschen in Wohlfühl-Gemeinden wohl wäre, eine Bußpredigt von ihrem Pastor zu hören. Ich stelle mir vor, wie Scharen in Reihen hintereinander hineingehen, um seine neueste Predigt zu hören. Doch hinter der Bühne befindet sich dieser Mann im Griff des Heiligen Geist, der zu ihm mit mächtiger Überführung redet:

„Der Tag des Herrn steht bevor. Die Handschrift ist an der Wand, und bald wird Gott die Völker richten. Alle Dinge werden erschüttert werden, und die Herzen der Menschen werden vor Angst versagen.

Gehe heute Abend nicht auf die Bühne und tröste die Menschen in ihren Sünden. Viele sind seelenkrank und blind, wie in die Irre gegangene Schafe. Sie befinden sich im Aufruhr, mit schmerzhaften familiären Problemen, Süchten und Bindungen, mit denen der Feind sie quält.

Wenn du sie nicht warnen wirst, wird ihr Blut an deinen Händen sein. Der Prophet Hesekiel hat gewarnt, dass, wenn du nicht die Posaune bläst, um die Gottlosen zu warnen, sie in ihrer Ungerechtigkeit sterben werden und der Herr ihr Blut von dir fordern wird.

Geh jetzt, und ermahne die Menschen, Buße zu tun und ihre bösen Wege zu verlassen. Ersticke niemals wieder meine Überführung, denn sie führt zum Leben. Dann tröste und ermutige sie.“

Wenn dieser Prediger gehorchen würde, würde er sofort Zeuge zweier Dinge werden: einem Massenexodus zu den Ausgängen und einem Bruchteil der Menschen, die wie betäubt auf ihren Plätzen bleiben. Nach einigen Minuten würde der Prediger Tränen fließen sehen und leises Schluchzen hören. Schließlich würde sich eine Stimme unter denen, die dageblieben sind, erheben und fragen: „Was machen wir jetzt?“

Dies beginnt schon zu geschehen. Ein bedeutender Wohlstands-Prediger in Europa stand kürzlich vor einer riesigen Menge und sagte: „Die Zeit ist gekommen, zu bekennen, zu weinen und die Dinge mit dem Herrn in Ordnung zu bringen.“ Ein mit mir befreundeter Prediger war dort und berichtete, dass das Ereignis umwerfend war. Mein Gebet ist, dass dasselbe in allen unseren Gemeinden geschehen wird, hier in Amerika und in der ganzen Welt.

Ich muss zugeben, dass ich manchmal die Kanzel mit großem Schmerz wegen einer harten Botschaft, die ich predigen musste, verließ. In solchen Zeiten frage ich mich oft selbst: „Herr, das schien so hart. Habe ich dich richtig gehört? Wenn ich falsch damit lag, das zu predigen, zeige es mir bitte.“ Einmal, als ich in tiefer Qual wegen einer Predigt war, erhielt ich einen Anruf eines meiner Kinder, das sagte: „Papa, danke, dass du diese Botschaft gepredigt hast. Der Herr sprach dadurch klar zu mir. Es brachte mich in eine Krise mit ihm, die zu erleben ich gebraucht habe.“

Ich bin sicher, dass Gott über Gemeinden betrübt ist, die seine Botschaft der Buße ablehnen. Tatsächlich ist es mein Glaube, dass der Heilige Geist in solchen Gemeinden nicht bleiben wird.

Aber es gibt etwas anderes, von dem ich glaube, dass es Gottes Herz noch mehr betrübt als das Predigen der Buße zu vernachlässigen. Und das ist, wenn diejenigen, die Christus bekennen und denen vergeben wurde, fortfahren, in Furcht und Unglauben zu leben.

Ich spreche von denen, die Überführung von ihrer Sünde erfahren haben. Sie haben gottgefälligen Kummer wegen ihrer Fehltritte kennengelernt, und sie haben bezeugt, dass ihnen vergeben wurde. Aber sie sind noch nicht in die Ruhe und Freude eingetreten, die aus Vergebung durch Buße kommt.

Sehen Sie, Buße führt zu Vergebung – und Vergebung muss zu Ruhe und Freude führen. Diese Menschen jedoch haben keine solche Ruhe. Im Gegenteil, sie leben in ständiger Furcht, dass ihr Leben Gott nicht gefällt. Sie beten weiter, um ihre Erlösung zu erneuern, oder sie bemühen sich vielleicht sogar darum, wieder und wieder getauft zu werden. Einfach gesagt: Sie sind niemals zu einer vollen Erkenntnis über die Kraft der Vergebung gelangt.

In Wahrheit leben sie unter dem alttestamentlichen Bund. Und sie werden von einem Gesetz bedrückt, das sie durch ein verdammendes Gewissen gequält bleiben lässt. Wie Jesaja sagt, sind sie „Elende, Sturmbewegte, Ungetröstete“ (Jesaja 54,11).

Alles Trauern über vergangene Sünden, jede selbstauferlegte Demütigung, muss in die reinigende Quelle des Blutes Christi geworfen werden. Schließlich kommt eine Zeit, in der alle, die Jesus nachfolgen, ihn sagen hören müssen: „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben“ (Matthäus 11,28).

Der Herr ruft nach allen, die bekannt, Buße getan und geglaubt haben, sich aber nicht freuen können, weil sie noch eine schwere Last von Schuld und Verdammnis tragen – jeden von ihnen ruft er, zu ihm zu kommen und ihm seine schwere Last zu geben, und er wird ihnen Fröhlichkeit ins Herz geben.

Wenn wir das tun, kommt der Heilige Geist und steht uns zur Seite. Jesus nannte den Heiligen Geist „der Beistand“, ein Name, der bedeutet: „einer, der kommt und zur Seite steht“. Kurz: Von diesem Zeitpunkt an leben wir nicht mehr allein, durch unsere eigene Anstrengung, sondern in Zusammenarbeit mit dem Heiligen Geist.

Das alles geschieht wegen des Neuen Bundes, den Gott mit den Gläubigen in diesen letzten Tagen geschlossen hat. Nach dem Hebräerbrief trat dieser Bund in dem Moment in Kraft, als Jesus seinen letzten Atemzug tat: „Ein Testament [oder Bund] ist gültig, wenn der Tod eingetreten ist, weil es niemals Kraft hat, solange der lebt, der das Testament gemacht hat“ (Hebräer 9,17).

Was ist das Geschenk aus dem Erbe, das Jesus uns durch sein Testament hinterlassen hat? Es ist seine Zusage: „Ich werde gegenüber ihren Ungerechtigkeiten gnädig sein, und ihrer Sünden werde ich nie mehr gedenken“ (8,12).

Doch durch diesen Neuen Bund wird uns mehr als Vergebung geschenkt. Gott gibt uns ein weiteres Wort der Erlösung, indem er sagt, dass er „in uns schafft, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesus Christus, dem die Herrlichkeit sei von Ewigkeit zu Ewigkeit!“ (13,21).

Zahlreiche Christen, einschließlich einiger Pastoren, haben mir gesagt, dass sie ständig von früheren Sünden geplagt werden. Sie sagen: „Bruder Dave, wenn du nur wüsstest, was ich einmal getan habe, wie ich gegen so großes Licht gesündigt habe, dann würdest du verstehen, warum ich so weit unten bin. Meine Sünde schwebt noch über meinem Kopf und ich kämpfe gegen ständige Schuldgefühle wegen ihr. Ich glaube, dass der Herr mir vergeben hat, dass sein Blut genügt, um meine Ungerechtigkeit zu sühnen. Aber ich habe nicht den Frieden, der aus diesem Wissen kommt.“

Andere sagen mir: „Ich glaube, dass mir vergeben wurde, aber mein Verstand wird ständig mit höllischen Gedanken bombardiert. Das kann überall passieren, sogar in der Gemeinde, und es bewirkt, dass ich mich dann so schmutzig fühle. Es fällt mir schwer, zu glauben, dass ich aus Gottes Sicht rein bin.“

Diese Gläubigen vergessen, dass Satan auch Jesus mit fürchterlichen, hässlichen Gedanken während seiner Wüstenprüfung versuchte. Heute schickt der Teufel kleine Füchse in Ihr Leben, um sie denken zu lassen, es sei hoffnungslos, und dass Gott zornig auf Sie ist. Sie impfen Gedanken in Ihr Denken ein, die Ihren Glauben an die Kraft des Blutes Christi über Ihnen zerstören sollen.

Liebe Heilige, Sie dürfen nicht auf diese geistigen Invasionen hören. Sie müssen sie abschneiden, indem Sie schreien: „Heiliger Geist, ich weiß, dass du an meiner Seite bist. Hilf mir.“

Sie müssen akzeptieren, dass alle, die das Kreuz aufnehmen und den guten Kampf des Glaubens kämpfen, sich in einem ständigen Kampf befinden. Wir alle werden mit bösen Gedanken konfrontiert werden – Gedanken, die wegen unserer Vergangenheit kommen, oder wegen einem Gefühl der Ablehnung, oder einfach, weil wir in bösen, sinnlichen Zeiten leben. Doch wenn wir das Blut Christi gegen diese Wurzeln des Zweifels beanspruchen, dringt es in jede Zelle unseres Seins ein, einschließlich unserer Gedanken, und reinigt uns gründlich. Und das bringt Freiheit und wahre Fröhlichkeit hervor.

Haben Sie beschlossen, dass es keine Hoffnung gibt, dass Sie jemals frei sein werden? Ich bitte sie dringend, denken Sie an diese vier Dinge:

  1. Vergewissern Sie sich, dass Sie glauben, dass der Herr Sie immer noch liebt. Sie stehen immer noch unter seiner Gnade und Barmherzigkeit, und sein Banner über Ihnen ist Liebe.
  2. Tun Sie Buße, indem Sie den Herrn bitten, einen gottgefälligen Kummer in Ihnen zu bewirken.
  3. Empfangen Sie Gottes Liebe und ruhen Sie in seiner Verheißung, Ihnen zu vergeben.
  4. Glauben Sie seinem Wort des Neuen Bundes an Sie: „Ich werde dir barmherzig sein und alle deine Sünden vergeben. Und ich werde in dir das bewirken, was mir gefällt.“

Sie sind nicht allein in Ihrem Kampf. Er hat Ihnen den Heiligen Geist gesandt, der weiß, mit dem Feind umzugehen, und Sie aus jeder Gefangenschaft zu befreien. Er ist die ruhige, leise Stimme, die Sie in allen Ihren Kämpfen leiten und kräftigen wird.

Beten Sie mit mir: „Heiliger Geist, ich möchte an geistlicher Fruchtbarkeit wachsen. Ich möchte jede Heuchelei loswerden, und ich möchte Sanftmut, Geduld und Liebe haben. Ich weiß, dass du mich immer noch liebst, trotz meines Mangels an diesen Dingen. Also, steh mir zur Seite und hilf mir. Amen.“

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Bibelstellen – soweit nicht anders angegeben – nach der Elberfelder Bibel 2006. Die angegebenen Versnummern können bei einigen Bibelausgaben abweichen.

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