Es ist an der Zeit, zu glauben | World Challenge

Es ist an der Zeit, zu glauben

Nicky CruzFebruary 17, 2020

Es gibt etwas, das uns Christen fehlt. Es ist verlo- ren gegangen, und wir müs- sen es zurückgewinnen. Einer einzelnen Gemeinde ist das aber nicht möglich; der ganze Leib Christi muss eins werden im Geist und Gott suchen, damit es ge- schehen kann. Ich spreche von der Kraft Christi, Men- schen zu erreichen und zu verwandeln, die verloren und verzweifelt sind. Wir alle haben Freunde und Nachbarn auch Men- schen, von denen wir noch nicht wissen , die sehr zu leiden haben. Gott hat die Macht, in ihrem Leben Wunder zu tun, und er will Sie und mich daran beteili- gen. Es ist an der Zeit, dies zu glauben, damit es ge- schehen kann.

Vor zweitausend Jahren, als die Menschheit einen Tiefpunkt erreicht hatte, setzte Gott seinen Plan in Bewegung, uns zu erretten. Jesus, zur Rechten Gottes sitzend, gab seine Macht im Himmel auf und trat explo- siv in die Geschichte der Menschheit ein. „[Er hat] unsre Sünden selbst hinauf- getragen ... an seinem Lei- be auf das Holz, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben.

Durch seine Wunden seid ihr heil geworden“ (1 Pet- rus 2,24).

Der Herr sandte nicht nur seinen Sohn, der an un- serer Stelle starb, sondern er gab uns auch den Heili- gen Geist und einen Auf- trag, Menschen zu Jüngern zu machen und so seine Gemeinde zu bauen. Die ersten Christen, die er be- rief, waren eine dynamische Gemeinschaft von aktiven, betenden Gläubigen.

Trotz schrecklicher Ver- folgung und heftiger Wi- derstände gingen die ers- ten Christen in der Kraft des Heiligen Geistes voran

„Unser Evangelium kam zu euch nicht allein im Wort,

sondern auch in der Kraft und in dem Heiligen Geist und in großer Fülle(1 Thessalonicher 1,5). Die ersten Christen erlebten einige der erstaunlichsten Taten Gottes in der Ge- schichte. Der Herr wirkte übernatürliche Zeichen durch sie, und sie waren vereint in ihrem Auftrag, der Welt seine Gute Nach- richt zu bringen. Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele ... Und mit großer Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus, und große Gnade war bei ihnen allen“ (Apos- telgeschichte 4,32-33).

Die frühe Kirche war sich ihrer Berufung be- wusst, die Gute Nachricht

der Macht und Liebe Gottes auszubreiten, und mit au- ßerordentlichem Erfolg brachte sie der Welt das Evangelium in dem Namen Jesu. In den ersten 25 Jah- ren der Gemeinde wuchs sie von 120 auf über 100.000 Nachfolger an. Gott wirkte unter ihnen und fügte täg- lich Neubekehrte hinzu.

Das alles geschah trotz des Widerstands mächtiger Feinde. In Apostelgeschich- te 12 erzählt die Bibel von der starken Bedrohung der Gemeinde durch König He- rodes. Herodes machte es zu seiner Mission, die Christen völlig zu zerschla- gen, und sein erster An- griffsplan zielte darauf, ihre Leiter zu beseitigen.

Herodes ließ Jakobus verhaften und schließlich hinrichten. Dann ließ er Petrus verhaften, den er ebenfalls hinrichten lassen wollte. Das waren ernste Bedrohungen für Gottes Volk; die Gläubigen wuss- ten, dass es ein Kampf um ihr Überleben war. Wenn Petrus getötet würde, wür- den wahrscheinlich alle Christen ins Visier der Feinde geraten.

In ihrer Verzweiflung ta- ten die ersten Christen das Einzige, das in ihrer Macht lag: Sie beteten. Das Gebet ist die Stärke der Machtlo- sen. Gott wird für uns han- deln, aber wir müssen ge- duldig sein. Die Weissa- gung wird ja noch erfüllt werden zu ihrer Zeit und wird endlich frei an den Tag kommen und nicht trü- gen. Wenn sie sich auch

hinzieht, so harre ihrer; sie wird gewiss kommen und nicht ausbleiben“ (Habakuk 2,3).

Die Apostelgeschichte zeigt, dass die Gemeinde Jesu Christi nicht bloß über- lebte, sondern aufblühte. Durch sein übernatürliches Eingreifen öffnete Jesus Gefängnistüren und befreite nicht nur Petrus, sondern auch Johannes. Er rettete Paulus in vielen Gefahren das Leben. Alle diese Er- eignisse stärkten den Glau- ben der neuen Christen, und sie fuhren fort, jedes Hin- dernis gegen das Evangeli- um zu überwinden.

In den entscheidenden Momenten der Gemeinde wirkte Gott Wunder für sein Volk

Er wirkte Wunder durch Mose, Elia und andere Gläubige bis in die Zeit der frühen Gemeinde. Und er legt diese unfassbare Kraft auch in unsere Hände, um durch uns dieselben Werke zu tun.

Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töch- ter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Ge- sichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen. Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten

auf Erden...“ (Apostelge- schichte 2,17-19).

Was macht unsere Gene- ration mit dieser Kraft? Ein Teil der Erweckung, die in den 1960er und 1970er Jah- ren in New York City ge- schah, nahm ihren Anfang, als David Wilkerson in die Stadt kam. Ich gehörte da- mals zu einer Gang und rastete buchstäblich aus, als der Herr David berief, zu uns zu kommen, um uns zu erreichen. Heroinsucht war ein riesiges Problem; des- halb gründete er Teen Chal- lenge, und Süchtige wurden durch die Kraft des Heili- gen Geistes frei.

Das Drogenproblem war allerdings nicht auf das Ghetto beschränkte; dort nahm es nur seinen Anfang. Es breitete sich auch in der Mittelschicht und in der gehobenen Mittelschicht aus. Die jungen Weißen hatten Geld für die Drogen; sie waren Kinder von Füh- rungskräften aller Gesell- schaftsbereiche. Doch ich sah, wie diese weißen Kids die Häuser ihrer Familien verließen, um im Ghetto zu leben, wo sie ihre Körper für Drogen verkauften.

Gott griff ein in den Ghettos von New York City und in den Vororten und in den Kleinstädten.

Nicht viele der großen christlichen Denominatio- nen hatten damals von der Taufe im Heiligen Geist gehört. Doch Katholiken, Presbyterianer, Lutheraner und Methodisten wurden mit der Kraft des Heiligen Geistes erfüllt, und es ge-

schahen Wunder. Gott schickte eine Erweckung in dieses Land, sodass Men- schen sich bekehrten und ihr Herz Jesus Christus ga- ben.

Das alles geschah nicht durch einflussreiche, mäch- tige Leute, sondern durch einfache Menschen mit dem Glauben, dass Gott dies tun konnte durch Menschen, die im Glauben beteten und handelten. Diese Erwe- ckung breitete sich überall in den Vereinigten Staaten und in Europa aus. Überall riefen Menschen Jesus an und wurden errettet.

Bei dem Gedanken, uns von Gott für eine Erweckung gebrauchen zu lassen, verlieren viele von uns den Mut, weil wir an unsere eigenen Kämpfe denken

Wir alle stehen immer wie- der vor großen Herausfor- derungen, sei es in unserer Ehe, unserer Familie, unse- rem Beruf oder unseren Beziehungen. Und während wir diese Probleme zu lösen versuchen, klagt der Teufel uns wegen unserer Schwä- chen an. An diesem Punkt verlieren wir oft den Mut. Wir misstrauen oder unter- schätzen uns selbst und Gottes Fähigkeit, uns zu gebrauchen. Wir beurteilen uns selbst nach den Leis- tungen, die wir nicht er- bracht haben. Das alles macht unser Selbstwertge- fühl zunichte.

Es gibt ein großes Ge- heimnis, wie wir diesen Kampf gewinnen können.

Paulus sagt uns: Denn ich schäme mich nicht für die gute Botschaft von Christus. Diese Botschaft ist die Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt(Römer 1,16; NLB).

Paulus gehört zu den größten Vorbildern, die Gott uns gab. Er hatte seine Schwachstellen, von denen niemand etwas ahnte. In seinem Brief an die Korin- ther erwähnte er sie, ohne je zu erklären, um welche Art von Schwäche es sich han- delte. Doch trotz dieser Schwachstellen war Paulus derjenige, der Offenbarun- gen über Errettung, Ver- wandlung und Veränderung empfing. Er war der Apos- tel, der vor religiösen Füh- rern, Königen und Men- schenmengen stand, die die Macht hatten, ihn zu töten, doch Paulus ließ sich durch nichts abschrecken. Er sprach die Wahrheit aus, und der Herr wirkte mäch- tige Wunder durch sein Le- ben.

Paulus hatte selbst eine übernatürliche Transforma- tion erfahren. Vor seiner Bekehrung hatte die Chris- ten verfolgt und getötet, und er hatte an diese Missi- on geglaubt. Gott musste ihn durch eine übernatürli- che Intervention stoppen. Er demütigte Paulus, indem er ihn vorübergehend blind machte; und er sprach vom Himmel her zu Paulus und sagte ihm, dass Jesus Chris- tus alle Macht hat und dass Jesus die Antwort ist.

So wurde Paulus durch ein Wunder zum Apostel

und zu einem der größten Missionare und Lehrer der Geschichte. Wenn eine ähn- liche Transformation in unserem eigenen Leben geschehen soll, müssen wir glauben, dass auch wir die Herrlichkeit Gottes in Akti- on sehen werden. Wir müs- sen dem Bericht der Apos- telgeschichte glauben; wir müssen dieses Buch der Bibel Seite für Seite lesen und die Wunder betrachten, die Gott wirkte. Ihre Bot- schaft gilt allen Christen in allen Generationen!

Gottes Macht offenbart sich, wenn wir im Glauben beten. Glauben wir, dass Gott fähig ist, zu tun, was wir erbitten? In Hebräer 11,1 steht: Es ist aber der Glaube eine feste Zuver- sicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.Glaube setzt voraus, dass ich wie Paulus allen Stolz, Zweifel und Furcht ablege und gebrochen vor Gott stehe, in meinen leeren Händen nichts als mein blankes Vertrauen.

Ich muss meine Ohren vor den Stimmen verschlie- ßen, die mir einreden wol- len, was Gott tun oder nicht tun kann oder wie Gott wirkt oder nicht wirkt. Ich muss Gott die Gelegenheit geben, mir selbst auf seine Weise zu begegnen. Gott möchte, dass ich mich über meine Zweifel hinwegsetze, meine Ängste zerschlage, meine natürliche Begrenzt- heit vergesse und in die Welt seiner übernatürlichen Kraft eintrete.

Auch wenn alles noch so düster scheint, ist Gott größer als alle unsere Zweifel

Gott wird unseren blanken Glauben nehmen, sei er noch so klein, und ein grö- ßeres Wunder schaffen, als wir selbst es je erträumt oder uns vorgestellt hätten. Er ist dafür bekannt, dass er das Unbedeutende und Ge- ringe benutzt, um das Un- mögliche zu vollbringen. Jesus sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott“ (Markus 10,27).

Das christliche Leben ist auf Glauben gegründet. Ihr Glaube kann Gottes Hand bewegen. Ihr Glaube kann für andere Menschen den Himmel in Bewegung set- zen. Ihr Glaube kann den Teufel in die Flucht schla- gen. Wir leben im Glauben, nicht im Schauen.

Bitten Sie den Heiligen Geist, Sie mit seiner gewal- tigen Salbung zu erfüllen. Harren Sie geduldig im Glauben aus, während er Ihre Probleme heilt; diese Schwächen können sein Werk der Erweckung nicht aufhalten. Er wird Ihnen die richtigen Worte geben; er

wird Ihnen Mut geben; und er wird Ihnen Kühnheit ge- ben. Möge der Herr jeden und jede von uns mit seiner Liebe und Barmherzigkeit erfüllen, um das Werk aus- zuführen, zu dem der Heili- ge Geist uns beruft. Möge die Gemeinde wieder ein gesunder Leib werden, der die Gute Nachricht einer Welt bringt, die sie mehr denn je verzweifelt braucht.

Stellen Sie sich auf die Wahrheit des Wortes Got- tes. Glauben Sie seinem Wort, das er Ihnen gibt. Nehmen Sie seine Berufung und Führung an, und Sie werden Wunder erleben.

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