Jesus Christus regiert | World Challenge

Jesus Christus regiert

David WilkersonDecember 1, 1985

„Und der siebente Engel posaunte; und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Das Reich der Welt ist unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (Offenbarung 11,15).

Der Offenbarer Johannes sah eine herrliche Vision von Christus, wie Er zum König des Universums gekrönt wird. Der Heilige Geist hatte Jesu toten Leib belebt; Er hatte den letzten Feind überwunden, den Tod – und erhob sich triumphierend!

Die Szene, die Johannes nun sieht, ist Christi Rückkehr in den Himmel, um Seinen Thron zu beanspruchen. Es war die Krönung unseres Herrn als König der Könige! Da waren laute Stimmen im Himmel, jubilierende Lobpreisungen der Engel, der Seraphinen, Cherubim und all der Heerscharen der Herrlichkeit. König Jesus, der verherrlichte Mensch, ist zurückgekehrt als Herr des Alles. Was für ein donnerndes Willkommen muss das gewesen sein – mit all den himmlischen laut rufenden Stimmen: „Das Königreich dieser Welt ist jetzt das Königreich Christi – und er wird für immer regieren“ Die vierundzwanzig Ältesten fielen von ihren Thronen aus auf ihre Angesichter und beteten an – indem sie ausriefen: Wir danken dir, Herr, Gott, Allmächtiger, der ist und der war, dass du deine große Macht ergriffen und deine Herrschaft angetreten hast“ (Offenbarung 11,17).

Wir können Jesus Christus nicht zum König krönen! Er ist bereits König! Wir können Ihn nicht zum Herrn des Alles machen – Er ist bereits Herr von allem. Gott der Vater empfing Ihn zurück in der Herrlichkeit – krönte Ihn zum König und Herrn über alles – und gab Ihm die ganze Kraft der Gottheit! „Denn es gefiel der ganzen Fülle, in ihm zu wohnen“ (Kolosser 1,19). „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig ... Er ist das Haupt jeder Gewalt und jeder Macht“ (Kolosser 2,9.10). „Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen“ (Kolosser 1,16).

Paulus hatte dieselbe Vision – von Christus, der jetzt als König und Herr über allen Dingen sitzt. Er sprach von der alles übersteigenden Größe Seiner Kraft uns gegenüber: „und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke. Die hat er in Christus wirksam werden lassen, indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat, <hoch> über jede Gewalt und Macht und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen genannt werden wird. Und alles hat er seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt“ (Epheser 1,19-23).

Sie können aufhören, sich einen bescheidenen, sanftmütigen Nazarener auszumalen, der an der Tür Ihres Herzens steht und hofft, dass Sie Ihn zum Herrn Ihres Lebens machen. Er ist nicht länger der zurückgewiesene Mensch – Er ist der König der Herrlichkeit! Er kam in voller Auferstehungskraft aus dem Grab – Er fuhr auf zu Seinem ewigen Thron – Er nahm alle Kraft und Herrschaft an Sich – und Er ist in diesem Augenblick über alle Kräfte und Königreiche dieses Universums am Regieren. Der letzte Feind war der Tod und Christus machte sogar ihn zum Schemel Seiner Füße!

Wenn der Tod der letzte Feind war, dann sind alle anderen Feinde besiegt worden. Christus ist nicht in ein Handgemenge mit Satan eingesperrt. Der Krieg ist vorbei – Satan wurde besiegt und Christus warf ihn in beschämender Schmach nieder. Die Ferse Christi zerquetschte den Kopf der Schlange. „Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel; und sie bekamen nicht die Übermacht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen“ (Offenbarung 12,7-9). „Er hat die Gewalten und die Mächte völlig entwaffnet und sie öffentlich zur Schau gestellt. In ihm hat er den Triumph über sie gehalten“ (Kolosser 2,15). „Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Christus gekommen; denn <hinab>geworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte“ (Offenbarung 12,10).

Wir haben immer noch Leute auf dieser Erde, die den Gedanken hegen, Christus zu erlauben, in ihre Herzen zu kommen. Sie mögen sogar so weit gehen, zu denken, dass sie Ihn zum Herrn ihres Lebens krönen lassen könnten. Es ist fast so, als ob sie zu Ihm sagten: „Jesus, wenn Du Deine Karten richtig ausspielst, könnte ich Dich hereinlassen! Wenn Du mir Glücklichsein gibst, wenn Du mich heilst, wenn Du ein paar Gebete beantwortest, wenn Du mir ein oder zwei Zeichen zeigst, mir ein Wunder gibst – könntest Du letztlich zum König meines Lebens gekrönt werden.“

Wie lächerlich blind wir sind! Da sitzt Er jetzt in all Seiner ehrfurchtgebietenden Kraft und Herrlichkeit – mit all den himmlischen Heeren, die zu Seinen Füßen anbeten – mit den vierundzwanzig Ältesten, die auf ihren Gesichtern vor Ihm liegen – mit Gott, der Ihm alle Kräfte der Gottheit verliehen hat – mit einem zerquetschten und besiegten Teufel, der aus Seiner Gegenwart davonrennt – und mit allen Fürstentümern und Kräften im Himmel und auf Erden, die sich vor Seiner Macht und Majestät beugen!

Und hier ist ein Heer von blinden, fleischlichen, lauwarmen Christen und halb entschlossener Sünder – die denken, sie täten Ihm einen Gefallen dadurch, dass sie Ihn in ihrem Leben regieren lassen. Wie töricht, wenn Er doch mit einem Schnauben Seiner Nasenlöcher ganze Königreiche und Herrscher wegblasen kann. „Siehe, Nationen gelten wie ein Tropfen am Eimer und wie Staub auf der Waagschale. Siehe, Inseln hebt er hoch wie ein Stäubchen ... Alle Nationen sind wie nichts vor ihm und gelten ihm als nichtig und leer“ (Jesaja 40,15-17).

Was ist Russland mit all seinen Raketen und seinem Kriegsgerät? Es ist ein Tropfen am Eimer! Was ist China mit seinen zahllosen Armeen? Nichts! Was ist Amerika? Wer sind die Leitenden dieser Welt, die die Nationen zittern lassen? Nichts! Sie sind Staub – ein Nichts für den König Jesus, „und alle Bewohner der Erde sind wie nichts gerechnet, und nach seinem Willen verfährt er mit dem Heer des Himmels und den Bewohnern der Erde. Und da ist niemand, der seiner Hand wehren und zu ihm sagen könnte: Was tust du?“ (Daniel 4,32).

Ich sage, dass Christus nicht nur in aller Ewigkeit im Paradies regieren wird, sondern dass Er jetzt gerade herrscht und alle Seine Feinde bezwungen hat!

Doch da ist ein Schleier über unseren Augen, der uns davon abhält, die gegenwärtige königliche Herrlichkeit Christi zu sehen und sie uns anzueignen. Wir versagen darin, Ihn als regierenden König zu sehen – jetzt! Dies ist ein Schleier des Unglaubens. Es ist derselbe Schleier, der Israel davon abhielt, die Herrlichkeit des Herrn zu sehen, die auf Moses‘ Gesicht glänzte. Moses war schon einmal zuvor auf dem Berg gewesen, eingeschlossen mit Gott – aber sein Gesicht glänzte nicht. Dann rief Gott ihn noch einmal auf den Berg hinauf – und dieses Mal verbarg er Moses in einer Felsspalte und sagte zu ihm: „... Ich werde all meine Güte an deinem Angesicht vorübergehen lassen ... wenn meine Herrlichkeit vorüberzieht ...“ (2. Mose 33,19-22).

Das Gesetz konnte Moses‘ Angesicht nicht glänzend machen, aber eine Vision von Gottes Güte, Barmherzigkeit und Gnade tat es! Die Kinder Israel konnten nicht dastehen, um die Spiegelung der Herrlichkeit des Herrn auf Moses‘ Gesicht anzuschauen. Sie verlangten, dass er die Herrlichkeit mit einem Schleier bedecken sollte! Die Herrlichkeit auf seinem Gesicht verdammte ihre sündigen Herzen. Es machte ihnen Angst! Sie zogen es vor, aus einer Distanz anzubeten. „Aber ihr Sinn ist verstockt worden, denn bis auf den heutigen Tag bleibt dieselbe Decke auf der Verlesung des Alten Testaments und wird nicht aufgedeckt ... Aber bis heute, sooft Mose gelesen wird, liegt eine Decke auf ihrem Herzen“ (2. Korinther 3,14-15).

Der Jude ist noch hinter einem Schleier des Unglaubens. Die Heiligen sind erstaunt und sagen dabei: „Warum können die Juden Christus, den kommenden König, nicht sehen im Alten Testament?“ Wir stimmen Paulus zu: „Ja, der Jude ist blind gegenüber Christus im alten Bund.“

Aber wie ist es auch bei uns? Auch wir haben einen Schleier des Unglaubens auf unseren Herzen. Wir sind der Herrlichkeit Gottes in Christus Jesus gegenüber blind! Unsere geistlichen Augen haben Katarakte – wir sehen so wenig!

Der Schleier wird in Christus weggetan! Wenn einer sich zum Herrn bekehrt, soll der Schleier weggenommen werden ( siehe 2. Korinther 3,16). Paulus sagt hier ganz klar, dass Gläubige Christi großartige und königliche Herrlichkeit schauen – und dadurch verwandelt werden sollen! „Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der der Geist ist“ (2. Korinther 3,18).

Wir sollen uns täglich verändern! Wir sollen auf die Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi schauen – die Herrlichkeit, die Gott Ihm als Herrn und König über alles gegeben hat – und durch die Vision dessen, wer Er ist, verändert werden!

Wir alle verändern uns auf die eine oder andere Weise. Wir werden mehr und mehr wie Jesus – immer strahlender, vertrauensvoller und heiliger. Oder wir werden mehr und mehr wie die Welt. Die Braut Christi verändert sich jeden Tag – stärkere Absonderung, größerer Hunger und Durst nach und größere Liebe zu Seinem Wort, größeres Begehren nach Heiligkeit. Auch der fleischliche, weltlich gesinnte Christ ändert sich schnell. Er wird materialistischer, liberaler, sinnlicher, mehr wie die böse Menge um ihn herum.

Nicht einer von uns hat die Herrlichkeit Gottes im Angesicht des Herrn Jesus Christus schon gesehen! Unser Unglaube hindert uns daran, all die Kraft und Herrlichkeit, die jetzt die Seine ist, zu erkennen! Wir nähern uns Ihm nicht wirklich oder erkennen Ihn nicht an oder dienen Ihm nicht als dem König und Herrn und Machthaber über alle Dinge!

Wir schreiben Ihm nicht all die Kraft, Herrlichkeit und Macht zu, die Sein ist. Wir sehen uns selbst nicht als in die Gegenwart eines herrschenden Königs kommend. Dieser mächtige König, mit aller Kraft im Himmel und auf Erden, sagt uns, dass Seine Augen auf uns ruhen und dass Seine Ohren für unsere Bitten offen sind! Er sagt uns, dass, wenn er uns nur hört, wir das Erbetene haben, um das wir Ihn bitten.

Aber wer glaubt das wirklich? Wir haben eine schwierige Zeit dabei, zu glauben, dass der König der Herrlichkeit da ist, in der verborgenen Kammer, in all Seinem Glanz, thronend als majestätischer König, uns einladend, kühn zu Seinem königlichen Hof zu kommen, um alle Barmherzigkeit und Gnade zu empfangen, die wir jemals in unseren Zeiten der Schwierigkeiten brauchen.

Der Schleier des Unglaubens befindet sich auf unseren Herzen! Zeigen Sie mir einen einzigen Gläubigen auf dieser Welt, der die Gewissheit und das Bewusstsein hat, dass in dem Moment, in dem er mit Gott in Gebet und Gemeinschaft eingeschlossen ist, der König der Herrlichkeit gerade dort gegenwärtig ist, um Seine ewigen Kräfte unseretwegen einzusetzen. Wie viele glauben, dass solch ein glorreicher König auf Sein Volk wartet, dass es mit Lobpreis in Seine Gegenwart kommt – und dass Er Sich an dieser Gemeinschaft erfreut – und dass Er Seine Gegenwart auf intime Weise manifestiert und offenbart?

Wenn wir wirklich keinen Schleier des Unglaubens über unserem Herzen hätten, würden wir uns Ihm als Einem nähern, der jetzt regiert – als Einem, der die Fülle der Gottheit hat und darauf wartet, unseretwegen eingesetzt zu werden! Wir würden in dem Wissen anbeten, dass Er wirklich da ist. Wir würden Ihn preisen, wissend, dass Er direkt hier ist, um unser Opfer unverzüglich anzunehmen. Wir würden im Glauben bitten, wissend, dass es getan wäre – weil Gott uns hörte und alle Kraft hat, es hinzubekommen. Aus Seiner Gegenwart hinauszugehen und nicht zu glauben, dass er uns gehört hat und uns antworten wird, heißt, nicht zu glauben, dass Er da ist oder dass Er König von allem ist! Wenn Er in mir verweilt – tut Er dies als König von allem! Wenn ich mich Ihm unterworfen habe, habe nicht ich Ihn zum König gemacht! Er übernahm mein Leben – als König! Gott krönte Ihn – nicht ich! Er hatte schon ein Königreich. Ich bin transformiert worden aus meinem Königreich der Finsternis in Sein herrliches Königreich des Lichts! Ich hatte zu sterben, um in Sein Königreich zu gelangen! Wenn Sie der Sünde sterben – wenn Sie mit Christus sterben –, werden Sie in Christi Königreich hinein auferstehen, wo Er schon regiert!

Aber Christi Königreich ist in mir! All Seine Kraft als König ist in mir! Es ist immer Seine Kraft! „Dem aber, der über alles hinaus zu tun vermag, über die Maßen mehr, als wir erbitten oder erdenken, gemäß der Kraft, die in uns wirkt“ (Epheser 3,20). Diese Kraft ist Seine – die Königliche Kraft Gottes.

Ich habe den Ausdruck „King’s Kids“ niemals gemocht. Er klingt zu flippig und nicht majestätisch. Auch ist er so häufig falsch angewandt worden, mit dem Fokus auf Reichtum und materielle Dinge. Doch wir sind wahrhaft die Kinder des Königs der Herrlichkeit, aber wir leben so, als seien wir verlassen und hilflos.

So wenige von uns haben das Gespür dafür, das geliebte Kind eines kraftvollen Souveräns zu sein, der unseretwegen mit eisernem Stab regiert. Wenn wir wirklich alle den Schleier entfernt hätten und wenn wir Christus für uns regieren sähen, wären wir entrüstet bei jedem Versuch Satans, uns anzutasten! Wir würden uns in geistlicher Entrüstung erheben und proklamieren: „Teufel, das kannst du mir oder meiner Familie nicht antun, oder irgendeinem, der zu mir gehört! Ich bin das Kind des Königs dieses Universums und Er wird dich auf mein Wort hin zermalmen. Ich binde dich; ich werfe dich hinaus; ich schicke dich zurück in deine Dunkelheit, in Seinem allmächtigen Namen!“

Wir würden uns nicht wie schwache und konfuse Kinder niederlegen – und die Mächte der Finsternis uns schikanieren lassen, und über uns trampeln, und uns konfus machen, und unser Denken, unser Zuhause, unsere Partner oder unsere Kinder verletzen lassen. Stattdessen würden wir uns im Glauben erheben, in voller Gewissheit, ruhend in der Herrlichkeit und Macht unseres gekrönten Königs! König Jesus würde unsere Ruhe sein! König Jesus würde unsere Schlachten schlagen. Er würde unsere Feinde zur Jagd freigeben! Wir würden das vollkommene Vertrauen auf den Sieg in allen Dingen haben, weil wir Seiner Allmacht voll vertrauten.

Es läuft auf dies hinaus: Glauben Sie, dass Ihm ein Königreich gegeben worden ist? Glauben Sie mit den himmlischen Heeren und den vierundzwanzig Ältesten, dass Er die Herrschaft über alles übernommen hat – dass all die Königreiche dieser Welt Sein sind, dass Er jetzt regiert, der Herr über alles? Wenn dem so ist, glauben Sie, dass Er all die Kraft der Gottheit in Seinem himmlischen Körper hat? Glauben Sie, dass Er den Teufel und alle seine Kräfte überwunden hat? Glauben Sie, dass Er den letzten Feind bezwungen hat – den Tod?

Wenn Er König ist – wenn Er alle Kraft hat – wenn das ganze Universum Sein ist – wenn alles im Himmel, auf Erden und unter der Erde sich Seiner Macht beugt – und derselbe König in mir seine Residenz eingerichtet hat – und jetzt mein König und Herr ist, der in mir mit Herrlichkeit und Kraft regiert – was könnte ich befürchten? Was könnte mich verletzen? Alle Dinge sind jetzt möglich! Alle Dinge sind unter Seiner Autorität und Herrschaft.

Warum leben dann so viele Christen in der Niederlage, Einsamkeit, Verzweiflung und kämpfen eine verlorene Schlacht gegen die Versuchung – und haben dabei keine Wegweisung, keinen Frieden, keine Sicherheit, keine wundersame Ruhe. Es ist deswegen, weil sie einen Schleier des Unglaubens vor ihren Augen und Herzen haben! Sie haben einen regierenden König und erkennen es nicht! Sie haben alles, was sie brauchen, aber sehen es nicht. Sie haben alle Macht über die Listen des Feindes, aber sind dafür blind! Durch die konfuse Art, in der Christen jetzt leben, sagen wir zu Gott und der ganzen Welt: „Wir haben keinen König! Wir sind ohne Kraft! Da sind keine Armeen auf unserer Seite! Wir sind der Barmherzigkeit unserer Feinde ausgeliefert!“

Das ist eine glatte Lüge! Das ist eine Empörung des Unglaubens gegen den König der Herrlichkeit! Wir stehen im ureigensten Hofstaat Christi – mit den himmlischen Heerscharen, die vor Ihm niederfallen, Seinen Aufstieg zur Macht proklamieren. Und während sie rufen: „Er hat alle Herrschaft an Sich genommen!“, stehen wir da wie verlorene, hilflose Kinder, mit einer Kapuze über unseren Köpfen, weder irgendwas sehend noch hörend!

David schrie heraus: „Der HERR ist König! Es zittern die Völker ... Es wankt die Erde. Groß ist der HERR in Zion, und hoch ist er über alle Völker.

Preisen sollen sie deinen Namen ... heilig ist er!“ (Psalm 99,1-3). „Der HERR ist König! Er hat sich bekleidet mit Hoheit! Der HERR hat sich bekleidet, mit Stärke hat er sich umgürtet! ... Dein Thron steht fest von alters her, von Ewigkeit her bist du“ (Psalm 93,1-2).

Das Zeugnis eines jeden einzelnen Gläubigen sollte sein: „Ich glaube, dass Jesus Christus jetzt in glorreicher Kraft regiert!“ Jesaja sagte: „Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der <frohe> Botschaft bringt, der Frieden verkündet ... der zu Zion spricht: Dein Gott herrscht ...!“ (Jesaja 52,7). David sagte: „Sagt unter den Nationen: Der HERR ist König! ...“ (Psalm 96,10).

Der Heilige Geist muss bekümmert sein beim Anblick so vieler verschleierter Heiliger, die kommen, um dem König der Herrlichkeit zu begegnen! Er verhieß, überall dort in der Mitte seines Volkes zu sein, wo sich zwei oder drei in Seinem Namen versammelten. Aber unsere Aktionen beweisen, dass wir es nicht glauben! Wie viele von uns wissen etwas von der Kraft und Macht, die König Jesus in Seinem Haus freisetzen will, wenn sich Heilige in Seinem Namen versammeln? Wie viele von uns können im Glauben die Tausenden von Streitwagen gerade jetzt um uns herum sehen? Wie viele sehen Jesus auf Seinem großartigen weißen Pferd Seine siegreiche Armee anführen?

Elisa sah diese Armee: „Und siehe, der Berg war voll von feurigen Pferden und Kriegswagen um Elisa herum“ (2. Könige 6,17).

David sagte, dass die Streitwagen des Herrn Abertausende sind. Sie sind Streitwagen aus Feuer und werden von den kraftvollsten Soldaten der Welt gelenkt. „Der Wagen Gottes sind zwanzigtausend, sogar Tausende von Engeln; der Herr ist unter ihnen“ (Psalm 68,17; a. d. englischen King James Version).

Lagert Sich der Herr rund um uns her oder tut Er es nicht? Er hat unser Haus nicht nur mit feurigen Wagen und Armeen von Engeln umgeben – Er sitzt dort unter ihnen auf Seinem königlichen weißen Pferd als Oberbefehlshaber Seiner Armee! „Erhebt, ihr Tore, eure Häupter, und erhebt euch, ihr ewigen Pforten, dass der König der Herrlichkeit einziehe! Wer ist dieser König der Herrlichkeit? Der HERR, stark und mächtig! Der HERR, mächtig im Kampf! Erhebt, ihr Tore, eure Häupter, und erhebt euch, ihr ewigen Pforten, dass der König der Herrlichkeit einziehe! Wer ist er, dieser König der Herrlichkeit? Der HERR der Heerscharen, er ist der König der Herrlichkeit!“ (Psalm 24,7-10).

Als Er sagte: „Ich werde in ihrer Mitte sein“ – welche Form, denken Sie, meinte Er? Nur als ein heiliger, verherrlichter Mensch? Als einer ohne Königreich, ohne Armeen, ohne jede Macht und Kraft? Nein! Er ist in unserer Mitte als ein regierender König!

Jesaja sah Ihn in all Seinem majestätischen Glanz und schrie laut: „Und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren, und alles Fleisch miteinander wird es sehen. Denn der Mund des HERRN hat geredet“ (Jesaja 40,5).

David sah Ihn auf Seinem weißen Pferd kreuz und quer durch die Himmel reiten und mit mächtiger Kraft regieren. „Ihm, der einherfährt auf dem Himmel, dem Himmel der Vorzeit! Siehe, er lässt seine Stimme erschallen, eine mächtige Stimme“ (Psalm 68,34).

Jesaja sah diesen König der Herrlichkeit umherreiten – und die Götzen niederwerfen! „Siehe, der HERR fährt auf einer schnellen Wolke und kommt nach Ägypten. Da beben die Götzen Ägyptens vor ihm, und das Herz Ägyptens zerschmilzt in seinem Innern“ (Jesaja 19,1).

Sehen Sie Ihn um Ihr Haus gelagert? Sehen Sie die in Weiß gekleideten Armeen? Sehen Sie Ihn in der Mitte von ihnen? Sein großartiges weißes Pferd, selbstsicher für die Schlacht? „Und ich sah: Und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, hatte einen Bogen; und ihm wurde ein Siegeskranz gegeben, und er zog aus, siegend und um zu siegen“ (Offenbarung 6,2).

Gottes Heilige, ich sehe Ihn! Mein Schleier ist weg! Er ist hier! Er ist jetzt gerade bei Ihnen! Er ist hier, um jeden Feind zur Jagd freizugeben! Er ist hier in Kraft und Glanz! Er ist hier, um alle Festungen des Feindes zu bezwingen und niederzureißen! Öffnen Sie Ihre Augen! Werden Sie den Schleier los! Glauben Sie, was Er sagte: „Ich sehe Ihn auf Seinem weißen Pferd, mit einem Bogen in der Hand, einen Eroberer!“ Wie können Sie in Seiner herrlichen Gegenwart sein und nicht bewegt werden?

„Und ich hörte <etwas> wie eine Stimme einer großen Volksmenge und wie ein Rauschen vieler Wasser und wie ein Rollen starker Donner, die sprachen: Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat die Herrschaft angetreten. Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben; denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereitgemacht. Und ihr wurde gegeben, dass sie sich kleide in feine Leinwand, glänzend, rein; denn die feine Leinwand sind die gerechten Taten der Heiligen. Und er spricht zu mir: Schreibe: Glückselig, die eingeladen sind zum Hochzeitsmahl des Lammes! Und er spricht zu mir: Dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes“ (Offenbarung 19,6-9).

Was für ein Anblick das sein wird, wenn alle Erlösten aller Zeitalter am Tisch des Herrn sitzen! Eine Vielzahl, in Weiß gekleidet – mit in Flammen stehenden Herzen und dem Verlangen nach dem Einzug ihres Geliebten!

Moses ist da! So auch Abraham, Josua, König David, Samuel, Noah, Ruth, Johannes der Täufer, all die Apostel, die Märtyrer, Luther, John Wesley, all die Missionare aller Zeitalter, all die Blut-Erlösten aus jedem Stamm und jeder Nation und jeder Überwinder dieses letzten Zeitalters – und Sie – und ich!

Die lauten und durchdringenden Klänge vieler Trompeten und Hörner werden erklingen! Welch eine Erwartung! Die Braut steht im Begriff, dem Bräutigam zu begegnen! Der Vater steht im Begriff, den König in den Festsaal zu bringen – zum Hochzeitsmahl! Und mit donnernder Stimme, die mächtig und siegreich klingt, wird der Vater laut ausrufen: „Seht, euer König! Der König der Herrlichkeit!“ „Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt Treu und Wahrhaftig ...“ (Offenbarung 19,11).

Was für ein donnerndes Willkommen wird König Jesus erhalten! König David wird herausschreien: „... Die Kinder Zions sollen jauchzen über ihren König!“ (Psalm 149,2). Jener heilige Ort wird widerhallen von Lobgesängen!

  • „Hier kommt Er!“ – werden die Erlösten sich freuend ausrufen.
  • „Der helle Morgenstern!“
  • Die Glöckchen an Seinem Pferd lassen erklingen: „Heiligkeit dem Herrn!“
  • In Weiß gekleidete Armeen umgeben Ihn – Armeen jenseits allen Verstehens.
  • Da sind Kronen auf Seinem Haupt!
  • Er ist geschmückt in herrliches Weiß!
  • Sein Name ist „Das Wort Gottes“!
  • Seine Augen sind eine Feuerflamme!
  • Was für ein großartiges weißes Pferd!
  • Was für Rufe der Danksagung! Welch mächtigen Hosiannas werden zu hören sein!

Seht Ihn an, Heilige – unser König reitet ein – solch ein liebevolles, siegreiches Lächeln! Alle Feinde sind weg! Der König ist mit Seiner Braut vereint!

Wenn Er unser König ist, wenn Er jetzt in Herrlichkeit regiert – dann befielt Er uns, unsere Stimmen zu erheben und Ihn laut zu preisen!

„Israel freue sich seines Schöpfers! Die Kinder Zions sollen jauchzen über ihren König! Loben sollen sie seinen Namen beim Reigen, mit Tamburin und Zither sollen sie ihm spielen! Denn der HERR hat Wohlgefallen an seinem Volk. Er schmückt die Demütigen mit Heil! Die Frommen sollen jubeln in Herrlichkeit, jauchzen sollen sie auf ihren Lagern!“ (Psalm 149,2-5).

Ich sage zu Ihnen in der Autorität des Heiligen Wortes Gottes: König Jesus hat Ihr Haus mit einem Heer weißgekleideter Reiter umgeben – und Er ist majestätisch selbstsicher auf Seinem mächtigen weißen Pferd! Kein Feind im Universum wagt es, Ihnen nahe zu kommen! Dämonen sind im Schrecken geflohen! Fürstentümer und Kräfte der Dunkelheit sind in Unordnung – Satan zittert – denn der König der Herrlichkeit ist hier! Können Sie Ihn sehen?!

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Bibelstellen – soweit nicht anders angegeben – in Anlehnung an die Elberfelder Bibel 2006. Die angegebenen Versnummern können bei einigen Bibelausgaben abweichen.

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